Oben ohne und unten nix: Der Spaß am FKK

Oben ohne und unten nix: Der Spaß am FKK
Foto: Pixabay

FKK war und ist für Menschen (nicht nur) in der DDR etwas ganz Normales. Was ist dran am Freikörperkult, wo kann man am besten FKK geniessen und wie stellt man sich bei seinen ersten FKK-Versuchen am besten an? Schauen am FKK Strand einem oder einer wirklich ständig auf die Körperteile, die ansonsten unverhüllt sind?

In der DDR war FKK besonders beliebt, aber auch sonst gehörte Nacktbaden dazu. Während einige nur den Kopf darüber schütteln können, frönen andere der Freikörperkultur. Auch wenn der Trend heute abgeflacht ist, ganz ausgestorben ist er noch nicht.

So kam laut einer Umfrage von HolidayCheck heraus, dass 20% der Deutschen bereits Erfahrungen mit einem FKK-Urlaub gemacht haben. Von den Unerfahrenen können sich immerhin 32% vorstellen dies mal zu testen.

Der Reiz von FKK

Auch wenn die sozialen Medien voll von freizügigen Bildern sind, mit hauptsächlich leicht bekleideten Frauen, so ist auch hier komplettes Blankziehen nicht erlaubt. Während solche Bilder allerdings durchaus provozieren, reizen und die Fantasie anregen sollen, so ist es beim Freikörperkult eine andere Sache. Hierbei geht es um das Ausleben des eigenen Selbst. Sich zeigen, wie man ist, aber sich nicht präsentieren. Sich entkleiden und natürlich sein. Ganz wie Gott oder auch Mutter Natur es erschuf. Hier geht es nicht um das Gesehen werden und auch nicht um das Sich zeigen wollen. Es ist das Ablegen von Kleidung, wie auch um das Ablegen von Tabus.

Wir werden geprägt seit der Kindheit. Regeln, Verbote und schon schnell lernen wir, dass nicht alles erlaubt oder akzeptiert wird, was wir tun möchten. Solche Prägungen abzulegen und sie von den damit verbundenen Vorstellungen und Tabus zu befreien gelingt manchen Menschen ihr Leben lang nicht. Der Nudist hat es zumindest in diesem Punkt geschafft. Er kann seine Natürlichkeit, seine Nacktheit leben und genießen und bricht damit ein Tabu, dass für viele unvorstellbar ist.

Wo lang zum FKK-Strand?

Um das Nacktbaden zu erleben oder um einfach mal zu testen, muss man nicht einmal weit fahren. In Deutschland finden sich viele Strände, an welchen man die Freikörperkultur ausleben kann. Auch wenn die größte Welle bereits abgeflacht ist, so wird das Nacktbaden heute langsam wieder immer beliebter. Doch wo befinden sich die Strände, um ungestört seine Nacktheit zu genießen?

In Deutschland

Ein großer Vorteil des FKK-Strandes ist eine nahtlose Bräune. Doch wer sich nicht nur diese wünscht, sondern eben auch das Gefühl des kompletten Freiseins liebt und genießen will, der kann an einige Strände in Deutschland fahren, wo das hüllenlose Sonnenbaden erlaubt und gestattet ist.

  • Konstanz am Bodensee
    Das Hörnle-Bad ist ein ganz besonderer Tipp, denn gerade der Bodensee ist weitestgehend unbekannt für seine Nacktbadezonen. Eigentlich heißt es „Strandbad Horn“ und die Gäste haben einen wunderbaren Blick auf den See und die Alpen. Der FKK-Bereich ist abgetrennt, also sind die Freikörperliebhaber ganz unter sich.
  • Großer Müggelsee in Berlin-Köpenick
    Auch die Hauptstadt Deutschlands bietet die Möglichkeit des Nacktbadens. Der 7,4 Quadratmeter große See ist nicht nur der größte See Berlins, sondern hat auch einen ausgedehnten FKK-Bereich. Durch Sträucher und viele Bäume darf sich jeder nackte Besucher sicher und unbeobachtet fühlen.
  • Cospudener See in Leipzig
    Der schönste See von Sachsen hat den längsten Sandstrand des Bundeslandes. Für Naturisten bietet sich das Nordufer besonders an. Hier findet sich ein ausgewiesener FKK-Bereich. Im Rahmen der Expo 2000 wurde dieser See aus einem damaligen Tagebauwerk neu erschaffen und lockt jedes Jahr mehr als 500.000 Badegäste an.

Blickfang FKK-Strand

Wo schaue ich hin und wer schaut mich an? Diese Fragen stellen sich Neulinge. Doch die Wahrheit ist, dass ein FKK-Strand nichts mit Voyeurismus zu tun hat. Menschen, welche die Freikörperkultur ausleben möchten, tun dies, um sich frei und ungezwungen bewegen zu können. Es hat viel mit dem Ablegen von Tabus und gesellschaftlichen Zwängen zu tun. Es geht viel mehr um das Ausbrechen aus alten Gedankenmustern und erlernten Verhaltensweisen. Die Freikörperkultur steht für eine eigene Lebenseinstellung, die als befreiend erachtet wird und mit gegenseitiger Akzeptanz ausgelebt wird und werden will.

Fazit:

Der Naturismus gehört nicht für jeden Menschen zum gängigen Modell, aber er ist nicht das, wofür er manchmal gehalten wird. Hinter der Nacktheit steckt oft viel mehr, als man auf den ersten Blick sieht und vielleicht hat sich dieses Konzept auch aus genau diesem Grund bis zum heutigen Tage durchgesetzt. Es ist ein Ausbruch aus dem Bekannten, aus der gesellschaftlichen Korrektheit, die nicht jedem zusagt. Auch wenn noch einige die Nase rümpfen oder auch den Kopf schütteln, so ist es doch auch eine Form von Freiheit für den Moment. Einfach sein dürfen, wie man ist. Das sind die nackten Tatsachen, die den Reiz von FKK ausmachen.

Oben ohne und unten nix: Der Spaß am FKK
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