Kehr-Out: Ausmisten, aufräumen, aufatmen

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Sich von Dingen zu verabschieden, schafft einmal Platz für Neues, kann aber auch der Seele guttun, weil man mit dem Weggeben auch die emotionale Bindung oder die eventuell mit dem Teil verbundene, schlechte Erinnerung weggibt. Neben Wegwerfen gibt es aber auch noch andere Arten des Weggebens. Immer wieder nehmen wir uns vor, mal endlich Ordnung in die eigenen vier Wände zu bringen. Doch der Plan bleibt oftmals einfach nur ein Plan, denn es erfordert Zeit und zudem Energie. Wo soll man anfangen und wie soll man entscheiden, wovon man sich trennt oder was man doch noch behalten möchte?

Die Wohnung, das Leben und die Seele aufräumen

Das Entrümpeln und Aufräumen spielt nicht nur für die eigenen vier Wände eine wichtige Rolle. Ordnung ist auch wichtig für unser Leben und unser Seelenheil.

Wenn die Kleidungsstücke überall umherfliegen, der Schreibtisch als Ablage für Briefe und Zettel dient und kein Platz mehr für den Laptop vorhanden ist und im Badezimmer das vierte Duschgel und die siebte Gesichtsmaske Platz finden soll, so sorgt das für Chaos in der Wohnung, aber auch im Kopf. Immer mehr Dinge sorgen für weniger Übersicht und belasten auch das eigene Leben. Wir verlieren den Überblick und das kann belasten. Entrümpeln schafft also Platz und sorgt für mehr Klarheit und macht uns glücklicher. Ballast loswerden befreit.

Bewusster Konsum, Minimalismus und Nachhaltigkeit nehmen zudem eine immer größere Rolle in der heutigen Gesellschaft ein. Weniger ist also mehr. Es lohnt sich also durchaus genauer darüber nachzudenken, ob wir das zehnte T-Shirt wirklich brauchen.

Wohnung entrümpeln und ausmisten: Wie gehe ich vor uns was brauche ich?

Um clever und nutzbringend mit dem Ausmisten und Entrümpeln zu beginnen, sind folgende Dinge notwendig:

  1. Zeit: Der zeitliche Faktor hängt von der Größe der Wohnung und vom Projekt selbst ab. Will man nur einen Teil in der Wohnung neu ordnen oder will man seinen kompletten Haushalt loswerden? Um Ordnung im Kleiderschrank herzustellen braucht man nur ein paar Stunden. Für das Ausmisten des Kellerraums sollte ein Tag eingeplant werden. Wer eine gesamte Wohnung oder gar ein ganzes Haus entrümpeln möchte, der benötigt dafür auch einige Tage.
  2. Helfer: Kartons, Müllsäcke und Kisten sind als Zubehör unumgänglich. Manchmal sind auch Aufkleber und Post-its hilfreich, um den Überblick über den Inhalt nicht zu verlieren. Der Partner bzw. Freunde können ebenfalls Teil der Entrümplungsaktion werden. So spart man Zeit und gemeinsam macht es zudem mehr Spaß.

    Wenn man einen gesamten Haushalt loswerden will, so bietet es sich an einen Container zu mieten oder auch ein Fahrzeug. Große Möbel und elektronische Geräte müssen nämlich zum Wertstoffhof oder zum Sperrmüll gebracht werden.

  3. Motivation: Um sich selbst zu motivieren, sollte die gute Laune auch nicht zu kurz kommen. Das Entrümpeln sollte Spaß machen. Mit guter Musik, genügend Pausen und ausreichend Zeit, wird das Aufräumen besser und schneller funktionieren. Ein wenig Anstrengung muss man in Kauf nehmen, aber in Stress sollte die Aufräumarbeit nicht ausarten.

Schritt-für-Schritt-Variante für mehr Ordnung in den eigenen vier Wänden

Irgendwo muss man anfangen und dieser Anfang sollte nicht überwältigend erscheinen, da die Motivation so schnell verpuffen kann. Hierfür eignet sich besonders eine Schritt-für-Schritt-Variante:

Am besten ist es sich jeden Tag auf einen kleinen Bereich zu konzentrieren. Eine halbe oder eine ganze Stunde reichen für den Anfang aus. Beginnen sollte man immer mit den Gegenständen, die einem nicht ganz so viel bedeuten. So lernt man auch nach und nach sich von Dingen zu trennen. Das sorgt dafür, dass man sich im Weiteren auch leichter von liebgewonnenen Sachen lösen kann. Für Menschen, die einen kompletten Haushalt auflösen möchten, eignet sich diese Variante allerdings nicht, da sie sehr viel Zeit einfordern würde. Aber auch hier empfiehlt es sich einen Raum nach dem anderen in Ordnung zu bringen.

Fazit:

Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen. Dieses Motto darf man beim Entrümpeln durchaus anwenden, ansonsten wird man niemals anfangen. Um sich den Start so leicht wie möglich zu machen, sollten man mit kleinen Schritten anfangen. Wichtig ist die Regelmäßigkeit und das Dranbleiben. Um sich zu motivieren, kann man sich Hilfe von guten Freunden holen und man sollte sich daran erinnern, dass man nach der Aufräumaktion mehr Platz in der Wohnung, im Haus, im Kleiderschrank oder auf dem Schreibtisch haben wird. Zudem tut man auch seiner Psyche was Gutes. Entrümpeln und Ausmisten bringen also nicht nur für die eigenen vier Wände Vorteile mit sich, sondern sind auch für die Seele heilsam. Regelmäßig Aufräumaktionen bringen also im Außen und im Inneren Ordnung.

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