Warum können Blumen Asphalt durchbrechen?

Manchmal stehen die großen Rätsel unscheinbar einem gegenüber, wenn man einfach nur einen kleinen Spaziergang macht. Eine zarte Blume hat sich den Weg durch (im wahrsten Sinne des Wortes) steinharten Asphalt gebohrt und blüht wunderschön. Ist das ein Zeichen, dass die Natur immer einen Weg findet, egal wieviele Steine (Achtung, wieder Wortspiel) man ihnen in den Weg (Achtung, … Sie wissen schon!) legt!?

Aber warum können Pflanzen Straßenbeläge aufbrechen und Steine platzen lassen? Grund hierfür ist die physikalische Eigenschaft des Wassers in ihren Zellen. Pflanzen sauegen Wasser auf wie ein Schwamm; der Prozess heißt Osmose (Bootseigner kennen und fürchten Osmose wie die Pest). Und das Salz oder besser gesagt der Salzgehalt (geeeeenau, Salz bindet ja bekanntlich Wasser) des Wassers sorgt dafür, dass das Wasser zwar in die Zellen rein, aber nicht mehr heraus kommt. Je mehr Menge an Wasser in den Zellen vorhanden ist, dehnen diese sich immer mehr und mehr aus und üben ungeheuren Druck auf ihre Umgebung von bis zu 20 bar aus. Dass das viel ist, zeit der Vergleich mit einem Preßlufthammer, der mit bis zu 7 bar seine Tätigkeit(en) verrichtet.

Hat eine Pflanze also mal über einen kleinen Riß im Stein den Weg in sein Inneres gefunden, macht sie die Straße bald kaputt.

Früher nutzte man die Sprengkraft der Pflanzen sogar in Steinbrüchen. Trockene Erbsen wurden in kleine Bohrlöcher im Stein gebracht und danach mittels Wasser zum Keimen gebracht. So konnten selbst gorße Steine oder riesige Felsbrocken gesprengt werden.

 

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