Sexuelle Tabus erkunden

Sexuelle Tabus erkunden

Endlich wagen wir uns an das Thema, bei dem Deutschlands Moralpolizei spätestens beim dritten Absatz Schnappatmung bekommt: sexuelle Tabus. Denn was wäre Erotik schon, wenn sie nur im Ikea-Bett mit Missionarsstellung ihren Höhepunkt fände? Willkommen im mythischen Land der “Das-macht-man-doch-nicht”, in dem Sansibar und das Schlafzimmer eigenartigerweise gleich exotisch wirken.

Was soll dieses Tabu eigentlich?

Tabus sind wie diese mysteriösen Schubladen, in denen man ständig den einen Socken vermisst: Niemand weiß wirklich, warum sie da sind – aber wehe, man schaut nach. Gesellschaft, Religion und die allzeit beliebte deutsche Gründlichkeit sorgen brav dafür, dass bestimmte Fantasien fein säuberlich mit einem dicken roten Warnaufkleber versehen werden. Aber fragt sich bei Ihnen zu Hause eigentlich noch jemand, was jenseits der langweiligen Routine liegt?

Tabus: Der Ratgeber für Fortgeschrittene

„Wagen Sie mehr!“, ruft die Werbeindustrie. „Nein, bitte nicht!“, schreit das innere Moralmonster. Fakt ist: Fast jede Frau hat erotische Fantasien, die jenseits des Mainstreams segeln. Und während man(n) sich munter in der Pornowelt austobt, wird Frau beim ernsthaften Wunsch nach Abwechslung gern schief angeschaut. Willkommen im Zeitalter des doppelten Standards! Zeit, die Fesseln zu sprengen – manchmal im wahrsten Sinne.

Beliebte Tabus – und ihre fantasievollen Sprengungen

Die Liste sexueller Tabus ist so vielfältig wie das Angebot an veganen Produkten im Bioladen. Von Rollenspielen jenseits der Erzieherinnen-Fantasie bis hin zu Bondage-Experimenten – vieles ist möglich, solange Sicherheit und Konsens stimmen. Warum also nicht gemeinsam mit dem Partner oder sogar alleine Neuland betreten? Wer sagt denn, dass eine geheimnisvolle Verkleidung nicht mindestens so spannend sein kann wie der verschwundene Kassenbon nach dem Shopping?

Grenzen austesten – aber mit System

Darf’s ein bisschen mehr von allem sein? Nein, nicht von diesen Überstunden im Büro, sondern von sinnlicher Neugier. Das berühmte „Warum nicht mal …?“ sollte nicht gleich mit dem moralischen Pranger geahndet werden. Moderne Sex-Expert*innen empfehlen: Reden, ausprobieren, reflektieren – und den Mut haben, auch wieder einen Stopp-Knopf zu drücken, falls es sich nicht richtig anfühlt. Schließlich soll niemand in seiner eigenen Tabu-Falle landen. Fast so schlimm wie ein leerer Akku bei einem Vibrator-Test – nur viel weniger lustig.

Sprich darüber – und zwar jetzt!

Geräuschvolles Schweigen ist sexy? Nein, meistens nur peinlich. Gerade wenn es um Tabus geht, ist Kommunikation das neue schwarze Dessous. Wer offen mit Vorlieben, Abneigungen und kleinen “No-Gos” umgeht, gewinnt Selbstvertrauen. Und spart nebenbei Stunden an Google-Suchen, wie man „versehentliches Texten an die Schwiegermutter“ wieder rückgängig macht.

Die häufigsten Ängste – und wie man sie charmant ignoriert

Natürlich ploppt beim Tabu-Tasting sofort das Kopfkino auf: Was, wenn mein Partner mich komisch findet? Wenn ich plötzlich als zu wild gelte? Tja, Romanheldinnen wären ohne Ecken und Kanten furchtbar uninteressant. Wer möchte schon für hundertprozentige Angepasstheit den „Oscar für die langweiligste Liebhaberin des Jahres“ abräumen? Niemand. Also: den Mut zur Offensivität entwickeln!

Tabus erkunden – aber wie?

Der erste Schritt zu neuen Horizonten beginnt meist mit einem verschämten Blick auf erotische Literatur, einen diskreten Online-Einkauf oder vielleicht sogar ersten Gesprächen in einer vertrauensvollen Beziehung. Es ist keine Schande, Wünsche zu äußern – im Gegenteil! Sie zeigen eigenen Charakter und den Wunsch, Lust und Leben aktiv zu gestalten. Die Ideen reichen von ungewöhnlichen Orten über fantasievolle Spielarten bis zum altbewährten Thema: Was wäre, wenn …?

Die Dos und Don’ts der Tabuerkundung

Das goldene Regelwerk: Niemand darf zu etwas gezwungen werden. Egal wie verlockend eine Fantasie klingt, das gegenseitige Einverständnis steht an erster Stelle. Kommunikation, Respekt und manchmal eine Prise Humor sind entscheidend, wenn die Komfortzone plötzlich zum Abenteuerspielplatz wird. Und, ganz ehrlich: Was heute noch Tabu ist, kann morgen schon zum neuen Lieblingsspiel werden.

Was bleibt übrig, wenn alles angesprochen wurde?

Angst vor Tabus hatte gestern noch Konjunktur. Heute punkten Offenheit, Selbstvertrauen und ein charmantes Augenzwinkern. Es muss ja nicht gleich ein Auftritt als Domina, Butler oder Siamesische Zwillinge sein. Wer langsam beginnt, sich selbst kennenlernt und offen für Neues bleibt, gibt dem Lustleben den dringend benötigten Vitamin-Kick.

Wer hätte gedacht, dass hinter dem großen Tabu-Vorhang gar nicht das Ungeheuer aus der Monster AG wartet, sondern ganz neue Abenteuer? Sich dem Thema entspannt und ohne erhobenen Zeigefinger zu nähern, bringt Leichtigkeit, Humor – und meistens ein paar unvergessliche Momente. Als kleine Anregung: Einfach mal ungewohnte Wünsche aussprechen, aufmerksam zuhören und gemeinsam lachen, falls es holprig wird. Denn schlussendlich ist Erotik kein Wettkampf, sondern das schönste Spiel der Welt – Tabubruch inklusive.

   

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