Slow Dating: Warum es sich lohnt, sich Zeit beim Kennenlernen zu lassen

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In einer Zeit, in der alles immer schneller geht, von der Lieferung des Abendessens bis zur Kommunikation mit Freunden und Familie, scheint auch die Suche nach der Liebe beschleunigt zu sein. Dating-Apps bieten zig Vorschläge in kurzer Zeit, Dates werden oft wie To-Do-Listen abgearbeitet. Doch viele Menschen spüren eine wachsende Sehnsucht: Sie möchten sich beim Kennenlernen wieder wirklich Zeit lassen. „Slow Dating“ heißt dieser Trend, der sich bewusst gegen den schnellen Konsum des Datings stellt.

Was bedeutet Slow Dating?

Slow Dating ist kein neuer Algorithmus oder eine weitere App. Es handelt sich vielmehr um eine bewusste Entscheidung, dem Kennenlernen auf Augenhöhe wieder mehr Raum zu geben, anstatt zu versuchen, möglichst schnell eine Beziehung herbeizuführen. Wer Slow Dating praktiziert, nimmt sich vor, nicht direkt beim ersten Date zu entscheiden, ob das Gegenüber „passt“ oder nicht. Man lässt sich lieber auf das ein oder andere zusätzliche Date ein und gibt dem anderen – und sich selbst – Zeit, Vertrauen und Gefühle entstehen zu lassen.

Warum ist Entschleunigung beim Dating wichtig?

Bei einer Begegnung zwischen zwei Menschen entstehen Sympathie und Verbundenheit meist nicht auf Knopfdruck. Studien zeigen, dass unser Gehirn bis zu 90 Sekunden braucht, um einen ersten Eindruck zu gewinnen. Aber viele Facetten des Charakters und gemeinsame Werte erkennt man oft erst im Laufe der Zeit. Wer langsam datet, kann Tiefe aufbauen und herausfinden, wie man wirklich zusammen harmoniert. Der Druck, möglichst rasch zu wissen, ob die Person ein „Perfect Match“ ist, fällt somit einfach weg.

Die Vorteile von Slow Dating

Slow Dating bringt zahlreiche Vorteile mit sich. Es senkt das Stresslevel, weil Termine und Erwartungen nicht wie ein Fließband empfunden werden. Viel wichtiger noch: Die ehrliche Neugier auf das Gegenüber bleibt erhalten. Man fragt sich nicht mehr permanent, ob jemand die perfekte Checkliste erfüllt, sondern fährt einen Gang runter – und erlebt dadurch oft viele überraschende und schöne Momente. Kleine Unsicherheiten, die am Anfang möglicherweise für Skepsis sorgen, lösen sich nicht selten in Wohlgefallen auf, wenn man die Person besser kennenlernt.

Wie gelingt Slow Dating im Alltag?

Slow Dating kann schon bei der Planung beginnen. Warum sich nicht beim ersten Treffen bewusst für ein unaufgeregtes Café oder einen ausgedehnten Spaziergang entscheiden, anstatt sofort das große Dinner oder Kino einzuplanen? Es gehört auch dazu, sich selbst zu erlauben, langsamer zu antworten oder zwischen den Treffen Pausen einzubauen. Das schafft Raum zum Nachspüren der eigenen Gefühle – und verhindert vorschnelle Einschätzungen.

Mehrere Dates: Warum es sinnvoll ist, dem Kennenlernen Zeit zu geben

Viele haben die Erfahrung gemacht, dass das erste Date nicht immer die große Begeisterung auslöst. Manchmal sind wir beim ersten Treffen nervös, schüchtern oder haben einen schlechten Tag erwischt. Slow Dating lädt dazu ein, dem Kennenlernen eine zweite oder dritte Chance zu geben. Gerade beim zweiten oder dritten Treffen zeigt sich oft, ob sich mehr entwickeln kann – oder vielleicht auch nicht. Wichtig ist, sich nicht von Perfektionismus leiten zu lassen, sondern offen zu bleiben für Überraschungen und persönliche Entwicklungen.

Was, wenn die Chemie nicht stimmt?

Nicht jedes Date entwickelt sich zu einer großartigen Begegnung – und das ist auch gut so. Slow Dating bedeutet nicht, zwanghaft an jedem Kontakt festzuhalten. Vielmehr geht es darum, bewusst wahrzunehmen, ob sich mit der Zeit echte Sympathie und Interesse aufbauen lassen. Ehrliche Kommunikation ist dabei das A und O: Wenn es für einen selbst nicht passt, sollte man dies respektvoll mitteilen. Slow Dating gibt allen Beteiligten die Gelegenheit, zu erkennen, was man wirklich sucht und braucht.

Gemeinsame Erlebnisse schaffen Verbundenheit

Gemeinsame Erlebnisse zählen beim langsameren Kennenlernen doppelt. Bei entspannten Aktivitäten wie dem Kochen, Spazierengehen oder einem Museumsbesuch entstehen oft Momente, die mehr über eine Person verraten als ein stundenlanges Gespräch. Solche geteilten Erlebnisse bieten die Chance, auch die kleinen, leisen Seiten des anderen kennenzulernen. Sie bilden eine kraftvolle Basis für eine Beziehung, die auf echtem Verstehen und Vertrauen aufbaut.

Slow Dating ist mehr als ein temporärer Trend – es ist eine Einladung, auf eine tiefere Ebene mit sich selbst und anderen zu kommen. Wer bereit ist, sich Zeit zu lassen und auf Intuition statt auf schnelle Entscheidungen zu setzen, wird belohnt: Oft ist es genau das eine Date mehr, das das entscheidende Gefühl entstehen lässt. Man gibt sich und dem Gegenüber die Chance, wirklich erkannt zu werden. Vielleicht liegt genau darin die Magie des Sich-Kennenlernens, die in einer vorschnellen Welt oft verloren geht.

   

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