Styling-Tipps für kleine Frauen

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Hand aufs Herz: Wer kleiner gewachsen ist, kennt das Elend mit den Hosen, die an jeder Straßenecke wie Zirkuszeltplanen aussehen, und dem verzweifelten Versuch, in der Umkleidekabine wenigstens nicht wie das Kind vom letzten Laternenumzug auszusehen. Die Modebranche hat es sich zur Aufgabe gemacht, genau das zu ignorieren. Willkommen im Club der kleinen Frauen, deren Proportionen geflissentlich übersehen werden, weil die Design-Elite offenbar denkt: Hochwasserhosen sind ja bestimmt cool.

Die große Welt aus kleiner Perspektive

Das Schicksal, die 1,60-Meter-Marke aus der Froschperspektive zu erleben, ist kein Grund, sich dem modischen Einheitsbrei zu opfern. Wer behauptet, Größe sei eine Frage der Zentimeter, hat ohnehin nie mit High Heels einen Bordstein erklommen – Risiko inklusive. Doch anstatt sich dem Repertoire der Kinderabteilung hinzugeben oder fortan zu blockabsatzigen Schuhen zu greifen, gibt es raffiniertere Wege zum modisch gestreckten Auftritt.

Mythos Größe: Modetricks statt High Heels

Ja, wir wissen es: Absatz ist die Waffe der Wahl. Wer aber nicht täglich wie eine Nachwuchsballerina an der Haltung arbeiten will, darf auch auf bequemere Tricks hoffen. Längsstreifen strecken – eine Binsenweisheit, so alt wie Karl Lagerfelds Ponyfrisur. Doch niemand sagt, dass Sie jetzt wie ein gestreiftes Zebra durch die Einkaufsstraße laufen müssen. Dezente, vertikale Muster, schmale Hosen und geschickt eingesetzte Farben zaubern optisch Zentimeter – ganz ohne orthopädische Langzeitfolgen.

Die perfekte Hose: Schluss mit unfreiwilligem Hosenkauf beim Kinderkarneval

Die beste Hose für kleine Frauen? Natürlich nicht die, die den Begriff „Ankle-Length“ erfunden hat, damit Modeketten verpasste Längen unter einem hippen Begriff verklappen können. Setzen Sie auf verkürzte, aber schmal geschnittene Modelle – die sogenannte Cropped Pants oder knöchellangen Jeans. Vermeiden Sie zu weite Beine (Sie wollen keine Zeltplane sein) und setzen Sie auf einen klassischen, hohen Bund. Der zaubert die Beine länger und gibt dem Oberkörper ein wenig Geltung.

Oben kurz, unten schlank – das Rezept für optische Länge

Manchmal reicht es, dem Oberkörper die Hauptrolle im Modefilm zu gönnen. Cropped Jacken, kurze Blazer oder figurbetonte Shirts betonen die Taille und machen die Silhouette länger. Wer sich in Oversized-Teilen einwickelt, frohlockt höchstens heimlich im Windfang – nach außen wirkt das eher wie der Versuch, sich als wandelnder Podsessel zu tarnen.

Röcke und Kleider: Hauptsache nicht „Bodenhaftung“

Midi oder Maxi? Der Dauerbrenner. Während Hochglanzmagazine schwören, kleine Frauen könnten ruhig alles tragen (außer vielleicht den Pyjama draußen), gilt: Knielang ist Ihr bester Freund. Miniröcke wirken schnell schülerinnenhaft, Maxiröcke fordern die nächste Stolpergefahr heraus. Wählen Sie Kleider, die die Taille betonen, und kombinieren Sie diese mit schmalen Schuhen. Wer es unbedingt Maximal will: Klare Schnitte, ein schlichter Look, dazu ein Side-Slit. Voilà – Bodenhaftung adé.

Accessoires: Die feine Linie der Proportionen

Taschen, Gürtel und Co. sind oft tückischer als gedacht. Riesige Shopper, klobige Schuhe, breite Gürtel – sie mögen auf Kim Kardashian vielleicht aussehen wie das i-Tüpfelchen, machen kleine Frauen aber schnell zum modischen Kaubonbon. Feines, Zartes, Schlichtes wirkt Wunder. Kleine Taschen, filigrane Schmuckstücke, schmale Gürtel. Manchmal ist weniger eben nicht nur mehr, sondern rettet buchstäblich das Outfit.

Farbe, Kontrast und Mut zur Eleganz

Unifarben machen schlank – und groß. So wenig rebellisch diese Erkenntnis auch ist, sie bewährt sich, Tag für Tag. Monochrome Outfits bringen optische Einheit, klare Linien setzen den Körper optimal in Szene. Wer gerne mit Farben experimentiert, bleibt am besten in einer Farbwelt und setzt Highlights mit Accessoires. Große Muster? Lieber nur als Statement auf einem Stück, nicht als All-Over-Muster, es sei denn, Sie möchten versehentlich als Kunstinstallation durchgehen.

Das Haar: Bitte keine Kopflastigkeit

Ein voluminöser Dutt ist sicherlich praktisch, wenn man ihn als Regenschirm-Ersatz nutzen kann. Auf dem Kopf kleiner Frauen wirkt er jedoch schnell wie der Versuch, den Schwerpunkt im Leben von der Körpermitte nach oben zu verlagern. Zarte, schulterlange Frisuren, leichte Wellen oder ein Bob: Sie lassen das Gesicht frischer wirken und setzen den Fokus auf die Gesamtsilhouette, nicht das Oberstübchen.

Wer hätte gedacht, dass Mode für kleine Frauen ein Hochleistungssport zwischen schlechtem Schnitt und zu viel Stoff sein kann? Mit einer Prise Ironie und der richtigen Stilauswahl gelingt jedoch selbst auf 1,57-Meter-Laufstegen der modische Höhenflug. Bleiben Sie mutig, vermeiden Sie weitere Stoffkatastrophen und lassen Sie sich von zweifelhafter Modeberatung – gerne von Menschen über 1,80 – nicht irritieren. Am Ende ist der beste Stylingtipp immer noch ein selbstbewusstes Lächeln. Denn das macht garantiert größer, als jede Absatzhöhe der Welt.

   

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