
Es gibt Dinge, die Frauen einfach wissen müssen, bevor sie sich voller Enthusiasmus mit einem viel zu kleinen Rucksack in das große Abenteuer stürzen: Die Welt ist gefährlich! Zumindest, wenn man deutschen Mütterratgebern und all den unvermeidlichen Facebook-Gruppen glaubt, in denen der Rucksack entweder zu schwer oder zu leicht ist – und beides ist natürlich fatal. Dennoch – es gibt sie, die Frauen, die ihre zivilisierte Komfortzone verlassen und sich ins Backpacking-Wagnis stürzen. Aber keine Sorge: Wir zeigen, wie frau dabei nicht nur ein bisschen unabhängig, sondern sogar richtig spannend unterwegs sein kann. Mit den richtigen Tipps natürlich. Und jeder Menge Abenteuerlust, die sich akkurat dosieren lässt – je nach WLAN-Verfügbarkeit.
Selbst ist die Frau: Unabhängigkeit als Mythos oder Realität?
Unabhängigkeit – das große Buzzword des modernen Reisens. Kaum eine Instagram-Bio ohne den Begriff „selfmade“ oder „wanderlust“. Doch was bedeutet unabhängiges Reisen wirklich? Ganz pragmatisch: Ganz allein entscheiden, ob man heute wirklich den Sonnenaufgang sehen will oder doch lieber bis 10 Uhr schläft, weil die Hostelmatratze wider Erwarten kein Folterinstrument ist. Oder vielleicht voller Stolz alleine eine Currywurst in Kuala Lumpur bestellen – und sich anschließend wundern, dass es sie dort nicht gibt. Unabhängig sein heißt, sich selbst zu organisieren. Oder im Notfall jemanden zu fragen. Funktioniert fast überall – außer natürlich, das WLAN ist weg.
Packen wie ein Profi: Die hohe Kunst des Weglassens
Es ist eine jährliche Disziplin deutscher Backpackerinnen: Der Versuch, die gesamte dm-Filiale im Handgepäck unterzubringen. Fakt ist aber: 95 % aller Supermärkte jenseits des Rheins führen Zahnpasta und Duschgel. Revolutionär! Die Kunst des Weglassens ist dabei eine Wissenschaft für sich. Wer es noch etwas ambitionierter mag, nimmt gleich den Rucksack vom Ex-Freund mit. Der ist eh halb leer und damit bleibt auch Platz für Reiseandenken wie Tücher, deren Zweck auf ewig ein Rätsel bleibt, und magischen Steinen, die jedem Kofferband dieser Welt die Tränen in die Augen treiben.
Sicherheit – Abenteuer mit Sicherheitsnetz
„Aber ist das nicht unglaublich gefährlich, als Frau alleine zu reisen?“ Natürlich! Es lauern überall potenzielle Gefahren: Sonnenbrand, schimmelige Hostelbetten, vegetarische Mahlzeiten ohne Proteine. Ernsthaft: Sicherheit ist wichtig, aber keine Ausrede, zu Hause zu bleiben. Drei Power-Tipps, die jede erfahrene Backpackerin unterschreibt: 1. Geld auf mehrere Verstecke aufteilen (nicht im BH, Außnahme: Notfälle). 2. Die Karten des öffentlichen Nahverkehrs fotografieren – bevor das Handy ins Klo fällt. 3. Ein freundliches Lächeln bringt einen oft weiter als jeder Google-Übersetzer. Nicht zu vergessen: Vertrauenswürdige Kontakte zu Hause freuen sich, wenn sie nicht täglich Katastrophenupdates erhalten.
Die unverzichtbare Ausrüstung (laut Expertenforen und Tanten)
Klar, im Internet weiß man alles besser. Nach durchschnittlich 47 Stunden Recherche, 12 Listen und 3 Nervenzusammenbrüchen steht fest: Es gibt einfach keine perfekte Packliste. Wer behauptet, sie zu haben, verkauft vermutlich auch Tupperware auf Reisen. Dennoch: Klopapier, Sonnencreme und die Gewissheit, dass sich unterwegs jedes Problem irgendwie improvisieren lässt, reichen oft für den Start. Eine Powerbank (natürlich solarbetrieben, für das gute Gewissen) ist ein Muss – denn ohne Handy kein Beweis für das tägliche Insta-Update mit dem Hashtag #Wanderwoman.
Abenteuer erleben – und dabei trotzdem Insta-ready bleiben
Die romantischen Vorstellung von Abenteuer und die Realität klaffen selten so weit auseinander wie zwischen Reisekatalog und Travel-Reality. Während das Werbefoto einen Sonnenuntergang an einem einsamen Strand suggeriert, teilt man sich diesen in der Praxis mit 27 spanischen Backpackern, zwei schlecht gelaunten Hunden und einer ukulele-begeisterten Australierin. Authentizität? Unbezahlbar – vor allem, wenn das perfekte Selfie mindestens zehn Anläufe und einen Filter braucht, bis die Daheimgebliebenen vor Neid erblassen.
Neue Freundschaften schließen – aber richtig
Backpacking ist Networking in Jogginghose. Die besten Storys entstehen nachts im Schlafsaal – vorausgesetzt, man findet Gehör neben dem siebten Schnarcher. Neue Kontakte entstehen überall: Beim Streit um die letzte Steckdose, an der Hostelbar oder während man panisch versucht, das W-Lan-Passwort zu entziffern. Mit etwas Glück trifft man Menschen, die für einen Nachmittag die besten Freunde sind und bei denen man sich schwört, spätestens nächstes Jahr wieder Kontakt zu haben. Spoiler: Passiert nie – aber hey, dabei sein ist alles!
Lokale Abenteuer – und wie man sie wirklich findet
Erstaunlicherweise besteht die Welt außerhalb Europas nicht nur aus Instagram-Hotspots. Wer wirklich etwas erleben will, sollte die ausgetretenen Pfade verlassen – das beginnt manchmal schon, wenn man sich das vegetarische Tagesgericht traut. Mutige lassen sich auf ein Abenteuer ein, das keine elf Reiseblogger vor ihnen kommentiert haben. Eine Busfahrt mit Einheimischen, ein Marktbesuch ohne Übersetzer-App oder ein Kneipenabend, an dem niemand Englisch spricht – das sind die Momente, die in Erinnerung bleiben.
Fazit: Abenteuer, Freiheit und eine Prise Selbstironie
Backpacking für Frauen ist mehr als Palmen, bunte Tücher und verwackelte Sonnenuntergänge. Es ist der Triumph, sich über sämtliche Warnungen und Tipps hinwegzusetzen, die eigenen Fehler mit Galgenhumor zu nehmen und festzustellen: Adventure is out there – und zwar auch ohne Yogamatte mit goldener Ananas. Wer mutig ist, lernt die besten Geschichten, sieht die schönsten Orte und findet im schlimmsten Fall sich selbst – oder zumindest neue Flip Flops für den nächsten Hostel-Gang. Los geht’s, das Abenteuer wartet schon hinter der nächsten schlecht übersetzten Fahrplanauskunft!
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