
Ach ja, Anal-Sex. Das Thema, über das man in der Mittagspause ganz besonders gern mit den Kolleginnen spricht. Zwischen Kantinensalat und Betriebsratssitzung kommt es bekanntlich wahnsinnig gut an, die neuesten Erkenntnisse zu Gleitmittel und Hygiene offen zu diskutieren. Doch Hand aufs Herz: Wer hat beim Thema „Hintertürchen“ nicht schon mal beschämt gegoogelt oder spätestens beim Glas Wein mit der besten Freundin geflüstert?
Sicherheit zuerst – oder: Die Hygiene-Falle
Wer hätte es gedacht: Hygiene ist beim Anal-Sex nicht bloß ein Marketing-Gag der Feuchttuch-Industrie. Nein, tatsächlich gibt es gute Gründe, warum man sich vor dem Abenteuer mehr als ein paar Sekunden Gedanken über Sauberkeit macht. Eine kurze Dusche, vielleicht ein Einlauf (ja, ja, klingt lecker…), und: Hände waschen nicht vergessen – damit nachher auch alle wieder beruhigt in den Alltag zurückkehren können. Denn, Überraschung, Anal-Sex ist kein synonym für „YOLO-Sex“. Hier gelten besondere Spielregeln – und die beginnen eben nicht erst im Schlafzimmer.
Das Gleit(mittel) der Wahl
Falls Sie glauben, ein Tropfen Kokosöl aus dem Öko-Regal wäre die Antwort auf alle Probleme: Falsch gedacht! Anal-Sex ohne Gleitmittel ist für Anfängerinnen ungefähr so zu empfehlen wie Fallschirmspringen ohne Fallschirm. Hier sollte man zur Abwechslung wirklich mal an die Experten hören: Viel, wirklich viel (!) spezielles Gleitmittel ist gefragt. Und wer extra innovativ sein möchte, kombiniert Silikon-Lösungen mit Humor – für den Fall, dass es doch ein bisschen zu wild wird.
Langsam ankommen – nicht nur geografisch
Viele denken, ein entspannter Start beim Anal-Sex bestehe darin, die Spotify-Playlist auf „Chillout“ zu stellen. Tatsächlich geht es jedoch um weit grundlegendere Dinge: Entspannung, Geduld und Kommunikation. Wer stattdessen glaubt, mit Schwung und Einfallsreichtum loslegen zu müssen, bekommt am Ende vor allem eins: sehr plastische Erinnerungen und das Bedürfnis, nie wieder darüber zu sprechen.
Vorspiel – die Allzweckwaffe
Ja, Sie haben richtig gelesen: Auch Anal-Sex ist kein Sprint, sondern eher der Versuch, einen Tresor zu knacken – mit safe word inklusive. Kein Mensch verlangt, dass Sie sofort die olympische Königsdisziplin beherrschen. Vorspiel, Massagen und vielleicht ein paar erotische Worte (wahlweise auch Flüche…) helfen dem Körper und Geist auf die Sprünge.
Kommunikation: Klare Ansagen von Anfang an
Anal-Sex ohne Kommunikation ist wie Ikea ohne Aufbauanleitung – am Ende stehen alle ratlos herum und niemand weiß, wie dieses verdammte Regal zusammenhält. Bevor es losgeht: Sprechen Sie über Wünsche, Ängste und Stoppsignale. Es geht nicht um das Hochamt des Smalltalks, sondern um echtes Vertrauen. Diskretes Nachfragen, gegenseitige Bestätigung und der ein oder andere Lacher lockern die Atmosphäre und machen das Erlebnis für beide Seiten entspannter – und deutlich weniger materialschadensanfällig.
Die richtige Vorbereitung – alles, nur kein Improtheater
Vorbereitung ist alles. Denn wer nach zwei Gläsern Prosecco meint, ausgerechnet jetzt sei der perfekte Moment für das erste Mal, landet eher beim Notfall-Chat mit der besten Freundin als auf Wolke Sieben. Tipp: Setzen Sie auf Kondome – sie schützen vor Infektionen und sorgen für ein Extra an Sicherheit. Ein zusätzliches Handtuch kann übrigens wahre Wunder wirken. Stylisch? Vielleicht nicht. Nützlich? Ganz sicher!
Wie sage ich es meinem Partner?
Ein weiteres Szenario, das zum Schreien komisch ist – zumindest für Außenstehende: „Schatz, ich hätte heute Lust auf…“ und dann Stille. Wer erwartet, dass der Partner sofort mit Freudensprüngen an den Gleitmittelspender rennt, kennt die menschliche Natur nicht. Offene, humorvolle Gespräche helfen, Ängste und Unsicherheiten auf beiden Seiten abzubauen – und machen den Weg frei für entspannte, respektvolle Erfahrungen.
Fettnäpfchen vermeiden – Don’ts, die man wirklich kennen sollte
Nicht alles, was im Internet steht, ist eine gute Idee (große Überraschung, oder?). Wer also in einschlägigen Foren liest, Vaseline reiche als Schutz oder Analsex sei ein Selbstläufer, sollte besser zweimal hinschauen. Es gilt der Grundsatz: Lieber langsam, sicher und mit viel Einfühlungsvermögen rangehen als später die Nummer des nächstgelegenen Notfalldienstes googeln zu müssen.
Nach der Premiere – und dann?
Statt direkt zur Tagesordnung überzugehen, empfehlen Expert:innen eine Prise Zärtlichkeit und Nachbereitung. Wer den Moment gemeinsam genießt, reflektiert und offen bleibt, stellt fest: Anal-Sex kann – Überraschung! – eine richtig angenehm intensive Erfahrung sein. Und manchmal reicht dann auch einfach ein Schokoeis im Anschluss, falls es wirklich mal schiefgeht.
Abschließend bleibt festzuhalten, dass die große Welt des Anal-Sex weit mehr ist als ein gesellschaftliches Tabu und definitiv spannender als die siebte Wiederholung der Lieblingsserie. Mit etwas Vorbereitung, einer ordentlichen Portion Humor und Kommunikation öffnet sich ein Bereich der Sexualität, der nicht nur für Nervenkitzel sorgt, sondern zu wertvollen, selbstbewussten Erfahrungen führen kann. Also: Keine Angst vor neuen Wegen, solange Sicherheitsvorkehrungen und Spaß Hand in Hand gehen. Wer sich Schritt für Schritt herantastet, entdeckt vielleicht die faszinierendste Seite von sich selbst – ganz ohne Comedy-Einlage in der Kantine.
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