
Wenn es nach den sozialen Netzwerken geht, ist die Wahl des Traumstrandes heute nicht mehr die Frage nach weißem Sand oder türkisfarbenem Wasser. Nein, es geht selbstverständlich um den perfekten Filter: Valencia oder doch lieber Oslo? Willkommen in der dekadenten Welt der Strandparadiesjägerinnen – unsere Top-Auswahl für Strände, die nicht nur Instagram-tauglich, sondern für die Nachwelt fast schon provozierend überperfekt sind.
Karibik: Wo Träumen und Sonnenbrand Hand in Hand gehen
Beginnen wir in der Karibik: Das Nonplusultra der Traumstrände – zumindest, wenn man auf kristallklares Wasser, schneeweißen Pudersand und Cocktails im Designer-Glas steht. Der Seven Mile Beach auf Grand Cayman etwa ist so makellos, dass man sich fragt, ob dort nachts nicht heimlich Staubsauger im Einsatz sind. Doch seien wir ehrlich: Die einzige realistische Gefahr hier ist, dass der rosa Flamingo-Print des Bikini-Oberteils gegen die Flamingos auf Aruba kläglich abstinkt.
Südostasien: Paradies für Sonnenanbeter – und Mücken
Nicht minder klischeehaft, aber trotzdem unwiderstehlich: die Strände Südostasiens. Take a bow, Railay Beach in Thailand – ein Ort, an dem selbst der Sand gelangweilt aussieht, weil er zu oft auf Postkarten posiert hat. Frauen werden augenzwinkernd beraten, Mückenspray als It-Piece nicht zu vergessen. Es gibt wohl nichts Erheiternderes, als faul im Bambushut am Beach zu liegen und kleine rote „Erinnerungen“ an die Reise mit nach Hause zu nehmen.
Australien: Wo der Ozean lauter als der Alltag ist
Australische Strände gelten, zumindest laut Broschüren, als das Nonplusultra unter den Surferparadiesen. Whitehaven Beach in den Whitsundays soll angeblich der weißeste Sandstrand des Planeten sein. So perfekt, dass frau sich fragt: Wo ist der Haken? Spoiler: Es gibt keine Strandliegen, aber dafür UV-Strahlen in Overdose. Ein Hoch auf die Sonnencreme als einzig wahres It-Accessoire!
Tipps zum Überleben (und zur perfekten Bräune)
Wer am Whitehaven Beach mehr machen möchte als sich ausschließlich für Selfies zu verrenken, dem hilft nur eins: Schutz vor Sonnenstich. Hut auf, Sonnenbrille raus – und ein literweise After Sun Gel im Gepäck. Für das perfekte Urlaubsfeeling empfiehlt sich, konsequent alles zu ignorieren, was nicht nach Meeresrauschen klingt. E-Mails, Workflows, Chef-Nachrichten: Hier haben sie Sendepause.
Der ewige Hype um das perfekte Urlaubsfoto
Ob nun in Bali, auf den Seychellen oder an irgendeinem karibischen Zipfelstrand: Das eigentliche Highlight ist nicht das türkisfarbene Nass, sondern das stundenlange Posieren für das „authentische“ Urlaubsfoto. Trick 17: Wer geduldig genug ist, schafft es, für den einen, perfekten Shot alle anderen Urlauber elegant aus dem Frame zu mobben. Mit etwas Glück winkt sogar ein Shoutout vom lokalen Beach-Club – natürlich nur, wenn das Outfit stimmt.
Frauen-Tipps für Sonne & Selbstinszenierung
Das transzendente Urlaubsgefühl lässt sich ebenfalls steigern, indem frau mindestens dreimal täglich den SPF erneuert und bei der Cocktailauswahl auf farbenfrohe Drinks setzt. Alle, die – aus welchem unerfindlichen Grund auch immer – ihr Smartphone mal zur Seite legen wollen, invitiere ich zum kleinen Sonnen-Koma: Einfach mal dem Sonnenbrand beim Wachsen zuschauen und sich freuen, dass die Selbstinszenierung auch offline klappt.
Welcher Strand passt zu dir? Der ironische Schnelltest
Wer nun glaubt, die Entscheidung sei einfach, der irrt. Gibt es doch den Introvertiertenstrand (am besten ein abgelegener Küstenzipfel auf den Philippinen), den Partystrand (Ibiza, Überraschung!) und natürlich den Strand für Möchtegern-Influencerinnen, die ständig auf der Jagd nach der perfekten Story sind (Côte d’Azur, Miami oder irgendwas mit „Beach Club“ im Namen). Unser Tipp: Einfach ohne Erwartung fahren – und sich von der Abwesenheit von WLAN überraschen lassen.
Last-Minute-Packliste für den Traumstrand
- Kreative Badeanzüge (je auffälliger, desto besser fürs Urlaubsalbum)
- Powerbank (für ununterbrochene Stories und Reels)
- Riesiges Sonnenhut-Ungetüm als ultimativen Sonnenschutz – und Hingucker
- Mückenspray und Aloe Vera – Für die wilden Nächte und heißen Tage
- Eine Prise ironischer Gelassenheit, falls das Wetter oder das WLAN mal versagen
Am Ende bleibt die Erkenntnis: Der wahre Traumstrand ist der, an dem frau so tut, als wäre sie digital nicht auffindbar, während sie heimlich das nächste Profilfoto in Szene setzt. Und womöglich merkt man erst im Nachhinein, dass das echte Paradies dort beginnt, wo Filter, Modetrends und Perfektionszwang Pause machen. Also raus in die Sonne, den inneren Sandkorn-Philosophen wecken – und einfach genießen, egal wie ironisch die Sonnenbrille glitzert.
Haben auch Sie eine Geschichte, ein Business oder ein Projekt über das es sich lohnt zu berichten? Schreiben Sie uns!

